E-Rechnung Dienstleister SAP: Orientierung für IT-Leiter und Entscheider

SAP E-Rechnungen

Die elektronische Rechnung ist im SAP-Umfeld längst kein isoliertes IT-Thema mehr. Was früher als lokales Projekt gestartet ist, entwickelt sich aktuell zu einer dauerhaften, globalen Pflichtaufgabe. Länder wie Polen sind bereits live, Frankreich folgt, weitere Staaten haben ihre gesetzlichen Anforderungen angekündigt oder konkretisiert.

Für IT-Leiter, SAP-Verantwortliche und Entscheider stellt sich damit nicht mehr die Frage, ob E-Rechnung umgesetzt werden muss, sondern wie. Insbesondere die Auswahl eines passenden E-Rechnung Dienstleisters im SAP-Kontext entscheidet darüber, ob der Rechnungsprozess langfristig stabil, rechtssicher und skalierbar bleibt – oder ob neue Abhängigkeiten und technischer Mehraufwand entstehen.

Dieser Artikel gibt einen fachlichen Überblick darüber, welche Aufwände bei der Dienstleisterauswahl entstehen, womit Unternehmen bei der Implementierung rechnen müssen und wie sich SAP-Standardlösungen im Vergleich zu globalen E-Invoice-Ansätzen einordnen lassen. Ziel ist es, Orientierung zu schaffen – nicht Werbung.

E-Rechnung im SAP-Umfeld: Von der gesetzlichen Pflicht zur Daueraufgabe

Die Einführung der E-Rechnung wird in vielen Unternehmen zunächst als regulatorisches Projekt betrachtet. Ein Land führt eine Pflicht ein, eine Lösung wird implementiert, das Projekt wird abgeschlossen. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass dieser Ansatz nicht mehr trägt.

Gesetzliche Anforderungen ändern sich regelmäßig. Neue Länder kommen hinzu, bestehende Vorgaben werden angepasst, technische Formate weiterentwickelt. Für international tätige Unternehmen bedeutet das: Der E-Rechnungsprozess ist kein einmaliges Projekt, sondern ein dauerhaft zu betreibender Prozess.

Hinzu kommt, dass sich die Anforderungen stark unterscheiden. Während einige Länder auf etablierte Formate und Netzwerke setzen, definieren andere sehr spezifische Plattformen, Übertragungswege oder Validierungsregeln. Für SAP-Systemlandschaften führt das schnell zu steigender Komplexität.

Gerade IT-Leitung und SAP-Teams stehen damit vor der Aufgabe, regulatorische Anforderungen umzusetzen, ohne die eigene Systemarchitektur zu überlasten oder den Clean Core zu gefährden.

Warum die Auswahl eines E-Rechnung Dienstleisters im SAP-Umfeld so anspruchsvoll ist

Die Suche nach einem geeigneten E-Rechnung Dienstleister für SAP ist selten trivial. Auf den ersten Blick bieten viele Anbieter ähnliche Leistungen an. Bei genauer Betrachtung zeigen sich jedoch deutliche Unterschiede.

Ein zentraler Punkt ist die Frage, ob ein Dienstleister lediglich technische Schnittstellen bereitstellt oder ob er auch fachliches Know-how zu länderspezifischen Anforderungen mitbringt. E-Rechnung ist nicht nur ein Formatproblem, sondern immer auch ein Compliance-Thema.

Viele Unternehmen unterschätzen zudem die langfristigen Auswirkungen der Dienstleisterwahl. Eine Lösung, die für ein einzelnes Land gut funktioniert, kann sich bei der Ausweitung auf weitere Länder schnell als Sackgasse erweisen.

Hinzu kommen interne Aspekte: Abhängigkeiten von bestimmten Technologien, zusätzlicher Pflegeaufwand im SAP-System oder notwendige Eigenentwicklungen wirken sich direkt auf Betriebskosten und Ressourcenplanung aus.

Typische Aufwände bei der Einführung einer E-Rechnungslösung in SAP

Unabhängig davon, für welchen Ansatz sich ein Unternehmen entscheidet, entstehen bei der Einführung einer E-Rechnungslösung im SAP-Umfeld mehrere Aufwandsblöcke.

Zu Beginn steht die Analysephase. Dabei geht es nicht nur um technische Fragen, sondern auch um organisatorische Aspekte: Welche Länder sind betroffen? Welche Rechnungstypen werden versendet? Welche Prozesse sind involviert?

Darauf folgt die Implementierung. Diese umfasst unter anderem die technische Anbindung, das Customizing, Testszenarien sowie die Abstimmung mit Fachbereichen. Gerade bei länderspezifischen Anforderungen steigt der Testaufwand deutlich.

Nach dem Go-Live endet der Aufwand nicht. Gesetzliche Änderungen, neue Formate oder zusätzliche Länder erfordern laufende Anpassungen. Je nach Lösungsansatz kann dies regelmäßige Entwicklungsarbeiten oder manuelle Eingriffe im SAP-System bedeuten.

Für IT-Teams ist dabei besonders relevant, wie viel Eigenverantwortung sie dauerhaft übernehmen müssen – etwa bei Monitoring, Fehleranalyse oder Pflege von Mapping-Tabellen.

SAP-Standardlösungen für E-Rechnung: Einordnung und typische Einsatzszenarien

SAP bietet mit eigenen Komponenten und Frameworks Möglichkeiten, E-Rechnungsanforderungen abzubilden. Diese Ansätze sind für viele Unternehmen naheliegend, da sie sich in die bestehende SAP-Landschaft integrieren lassen.

Der SAP-Standard deckt grundlegende Anforderungen ab und bietet eine gewisse Nähe zur Kernarchitektur. Für Unternehmen mit wenigen Ländern oder überschaubaren Anforderungen kann dies ein gangbarer Weg sein.

In der Praxis zeigt sich jedoch, dass der Implementierungs- und Pflegeaufwand stark variiert. Länderspezifische Anpassungen, Erweiterungen von IDocs oder das Einspielen von Hinweisen können zu wiederkehrendem Aufwand führen.

Aus Sicht des Clean Core ist entscheidend, wie stark individuelle Anpassungen notwendig werden. Je mehr Eigenentwicklungen oder spezifische Erweiterungen erforderlich sind, desto größer wird das Risiko, die Upgrade-Fähigkeit des Systems einzuschränken.

Globale E-Invoice-Lösungen: Architektur und Grundprinzip

Globale E-Invoice-Lösungen verfolgen einen anderen Ansatz. Ziel ist es, länderspezifische Anforderungen außerhalb des SAP-Kerns zu bündeln und zentral zu betreiben.

In solchen Architekturen fungiert das SAP-System primär als Datenlieferant. Die eigentliche Verarbeitung, Validierung, Übertragung und Archivierung erfolgt in einer spezialisierten Plattform.

Ein Vorteil dieses Ansatzes liegt in der Entkopplung. Gesetzliche Änderungen oder neue Länder können umgesetzt werden, ohne dass das SAP-System selbst angepasst werden muss.

Für IT-Leitung und SAP-Verantwortliche ist dabei besonders relevant, dass der Clean Core gewahrt bleibt. Transporte, Custom Code oder tiefgreifende Modifikationen lassen sich in vielen Fällen vermeiden.

Neutraler Vergleich: SAP-Standardlösung vs. globale E-Rechnungslösung

Ein direkter Vergleich zwischen SAP-Standardansätzen und globalen E-Invoice-Lösungen ist sinnvoll, sollte jedoch immer kontextabhängig erfolgen.

Beim Implementierungsaufwand zeigt sich häufig, dass SAP-Standardlösungen initial gut planbar sind, der Aufwand jedoch mit steigender Länderanzahl zunimmt. Globale Lösungen erfordern ebenfalls eine initiale Integration, skalieren dafür meist einfacher.

Im Betrieb unterscheiden sich die Ansätze vor allem beim Pflegeaufwand. Während SAP-Standardlösungen oft internes Know-how und regelmäßige Anpassungen erfordern, übernehmen globale Plattformen viele dieser Aufgaben zentral.

Hinsichtlich Skalierbarkeit bieten globale Ansätze Vorteile, wenn weitere Länder kurzfristig angebunden werden sollen. Beim Clean Core hängt vieles von der konkreten Umsetzung ab, jedoch sind entkoppelte Architekturen hier im Vorteil.

Worauf Unternehmen bei der Auswahl eines E-Rechnung Dienstleisters achten sollten

Unabhängig vom gewählten Ansatz sollten Unternehmen bei der Auswahl eines E-Rechnung Dienstleisters für SAP mehrere Kriterien berücksichtigen.

Dazu zählt die technische Integration ebenso wie das fachliche Verständnis für gesetzliche Anforderungen. Transparenz im Betrieb, sauberes Monitoring und klare Verantwortlichkeiten sind weitere zentrale Punkte.

Auch die langfristige Perspektive spielt eine Rolle. Eine Lösung sollte nicht nur aktuelle Anforderungen erfüllen, sondern auch zukünftige Erweiterungen ermöglichen.

Für Entscheider ist zudem wichtig, dass Kosten, Aufwände und Zuständigkeiten klar benannt sind. Unklare Verantwortungen führen im Betrieb häufig zu Reibungsverlusten.

Fazit: Orientierung statt Schnellentscheidung

Die Auswahl eines E-Rechnung Dienstleisters im SAP-Umfeld ist eine strategische Entscheidung. Sie beeinflusst nicht nur die Compliance, sondern auch die Stabilität und Zukunftsfähigkeit der IT-Landschaft.

Unternehmen sollten sich die Zeit nehmen, Anforderungen sauber zu analysieren und verschiedene Ansätze realistisch zu bewerten. Eine neutrale Betrachtung hilft, langfristige Risiken zu vermeiden.

 

Einladung zum Fireside Chat „E-Rechnung“

Viele der hier angesprochenen Fragen lassen sich am besten im offenen Austausch klären. Genau darum geht es im Fireside Chat „E-Rechnung“.

In diesem Format diskutieren wir praxisnah, welche Aufwände Unternehmen bei der Dienstleisterauswahl erwarten, wie sich SAP-Standardlösungen einordnen lassen und worauf es bei globalen E-Rechnungsansätzen wirklich ankommt.

Der Fireside Chat richtet sich gezielt an IT-Leiter, SAP-Verantwortliche und Entscheider, die vor der Herausforderung stehen, E-Rechnung rechtssicher und skalierbar umzusetzen.

Die Teilnahme ist kostenfrei. Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie auf der Event-Seite.

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Infos zum Beitrag
Lesedauer:
ca. min
Erstellt am:
29.01.2026
Aktualisiert am:
29.01.2026

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Häufig gestellte Fragen zur E-Rechnung

Ab 2025 gilt die E-Rechnungspflicht in Deutschland. Ab 2026 beispielsweise für Polen und Belgien. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie Rechnungen gesetzeskonform, digital und standardkonform (z. XRechnung, ZUGFeRD) versenden. Für SAP-Systeme bedeutet das: Prozesse müssen modernisiert und automatisiert werden.

Wichtig sind Rechtskonformität und Transparenz, internationale Abdeckung, Integration in SAP, Automatisierung und eine klare Entlastung der internen IT. Ein Anbieter sollte zudem Erfahrung im SAP Output Management besitzen und eine zukunftssichere Lösung bieten.

Mit einer SaaS-Lösung profitieren Unternehmen von planbaren Kosten, automatischen Updates und hoher Skalierbarkeit. Das reduziert nicht nur Investitionsrisiken, sondern verhindert auch Zusatzaufwand durch manuelle Prozesse oder fehlerhafte Implementierungen.

Eine Eigenentwicklung ist oft aufwändig, teuer und bindet interne SAP-Ressourcen. Wartung, Updates bei gesetzlichen Änderungen und internationale Anforderungen können schnell zu Kostenfallen werden und ggf. nicht transparent dargestellt werden.

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