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3 Blickwinkel - 35 Jahre Softway AG

Langjährige Weggefährten sprechen über die Geschichte der Softway AG aus ihrer Sicht.

Detlev Jagnow - Gründer des Unternehmens Softway und heutiges Aufsichtsratsmitglied

Herr Jagnow, als einer der Initiatoren des Unternehmens Softway kennen Sie die Anfänge des Unternehmens sehr gut. Nehmen Sie uns einmal mit: Wie kam es zur Gründung?

Bevor ich den Schritt in die Selbstständigkeit gegangen bin, war ich 15 Jahre lang im öffentlichen Dienst bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) tätig. Zuerst als Programmierer im Rechnungswesen – später dann als Leiter dieses Bereichs. In meiner Funktion als Leiter des Rechnungswesens im IT-Bereich wurde ich 1979 durch einen Bericht in einem Fachmagazin erstmalig auf das Unternehmen SAP® aufmerksam. Das vorgestellte System, damals R/2, weckte mein Interesse und ich entschied mich dazu, nach Walldorf zu fahren, um das Unternehmen SAP® und deren Lösung besser kennenzulernen. Zum damaligen Zeitpunkt beschäftigte SAP® gerade einmal 30 Personen und Hasso Plattner, einer der Gründer von SAP®, präsentierte persönlich das R/2 System.

In der Folge nutzten wir für das Rechnungswesen, die Materialverwaltung, die Kostenrechnung und das Vertriebsprogramm das R/2 System von SAP®. Während meiner Zeit bei den Berliner Verkehrsbetrieben durfte ich häufig auch persönlich mit Hasso Plattner und den weiteren SAP® Gründern, wie Dietmar Hopp oder Hans-Werner Hector, über das System diskutieren und die Arbeitsweise und das Umfeld von SAP® prägte mich ab diesem Zeitpunkt auch immer mehr persönlich.

Nach vielen erfolgreichen Jahren des Einsatzes wollte ich zusammen mit meinem Kollegen Harry Schwabe die Programme bei der BVG auf eine höhere Stufe bringen. Leider wurde dieser Schritt von der damaligen Führungsriege nicht gesehen. Aus dieser Entscheidung heraus wuchs bei mir der Gedanke hin zur Selbständigkeit. Zusammen mit Harry Schwabe gründete ich am 03. Oktober 1988 die Softway GbR.    

Wie ging es in der Folge weiter? Verraten Sie uns bitte ein paar Details zu den ersten Jahren der Softway GbR.

Unseren ersten Auftrag bekamen wir von AEG Kabelwerke Mönchengladbach. Damals fühlten wir uns unheimlich gut und konnten auch bereits nach kurzer Zeit einige neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Unternehmen begrüßen. Wir entwickelten uns stetig weiter und kamen in unserem ersten Büro in Berlin schon bald an unsere Kapazitätsgrenzen. Die Suche nach neuen Räumlichkeiten gestaltete sich, auf Grund der damaligen Mietpreise in Berlin, allerdings als sehr schwierig. Da meine Frau in Bamberg geboren war, entschieden wir uns dazu, das Unternehmen nach Franken umzusiedeln. So kamen wir 1993 nach Hirschaid.

Welche Vision verfolgten Sie in den Anfangsjahren des Unternehmens?

Zuerst einmal verfolgten wir die Vision, alles besser zu machen als andere Arbeitgeber. Wir haben allerdings schnell gemerkt, dass das leider nicht so einfach ist, wie es klingt. Mit der Zeit entwickelten wir aber ein Verständnis für die Arbeit bei Softway und den Umgang untereinander. Uns war es von vornherein wichtig, dass unsere Angestellten mit Respekt behandelt werden und ihr ganz individueller Wert erkannt und geschätzt wird. Bei uns sollten die Kolleginnen und Kollegen keine Nummer oder austauschbare Mitarbeitende sein. Wir wollten die Grundidee einer großen Familie etablieren, die sich aufeinander verlassen kann und deren Mitglieder von jeder Person im Team geschätzt wird.

Rückblickend kann ich heute sagen: Auch 2023, 35 Jahre nach der Gründung, wird die Softway AG von Josephine Reinhold und Frank Engert nach diesem Grundgedanken geleitet. Darüber freue ich mich sehr!

Gab es eine Phase in der Unternehmensgeschichte, die besonders herausfordernd war?

Die gab es. Während der Finanzkrise 2003 verzeichneten auch wir bei der Softway geringere wirtschaftliche Erfolge und mussten einen Weg finden, um wieder profitabel zu werden. Als Mehrheitsaktionär bat ich damals Stefan Veiland um Hilfe. Zusammen mit Stefan als neuem Vorstand und dank des außerordentlichen Engagements unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gelang es, die Softway AG wieder zu stabilisieren.

Rückblickend möchte in an dieser Stelle auch noch einmal zwei Dinge betonen: Zum einen kann ein Unternehmen noch so groß oder wichtig sein – ohne engagierte Angestellte, die gerne dort arbeiten und sich für das Unternehmen einsetzen, wird ein Solches nicht überleben. Zum anderen möchte ich hier noch einmal meiner Frau Gabriele danken, dass Sie, insbesondere während dieser herausfordernden Zeit, immer zu 100 Prozent hinter mir stand und das Unternehmen sozial in die richtige Richtung gelenkt hat. Wie sagt man so schön? Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau! Danke Gabriele.

Welche Meilensteine in der Entwicklung der Firma Softway sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Hier gibt es einige wichtige Punkte, z. B. unsere erste eigene Immobilie in Hirschaid, in der bis heute unser Firmensitz ist oder aber auch die Gründung der Softway Aktiengesellschaft im Jahr 2000. Ganz persönlich war mir aber immer schon das Thema Wissensvermittlung wichtig. Darum ist mir die Gründung unserer hausinternen Softway Training GmbH im Jahr 1999 besonders im Gedächtnis geblieben. Als offizieller Trainingspartner der SAP® durften wir Menschen im Bereich der IT ausbilden und unser Wissen weitergeben. So konnten wir über die Jahre sehr vielen Menschen dabei helfen, im IT-Bereich Fuß zu fassen. Für mich einfach eine erfreuliche Entwicklung, die ich gerne verfolgt habe.

Was möchten Sie der Softway AG noch mit auf den Weg geben?

Ich wünsche mir, das der inhaltliche Weg der Firma und das gute Verhältnis aller Kolleginnen und Kollegen so fortgeführt wird, wie bisher. Alle Mitarbeitenden sollen wissen, dass sie wichtig sind und gebraucht werden. Zudem finde ich es wichtig, dass alle weiterhin am selben Ziel arbeiten und am selben Strang ziehen.

Friedrich Saffer - Langjähriger Gesellschafter und heutiger Aktionär

Herr Saffer, Ihre Geschichte mit der Firma Softway beginnt 1991, nach der Umfirmierung des Unternehmens von der GbR zur GmbH. Wie waren Ihre ersten Jahre im Unternehmen?

1991 waren wir eine kleine, aber feine, familiäre Gruppe begeisterter IT-Spezialisten. Auch damals gab es einen Fachkräftemangel in unserer Branche. Demgegenüber stand eine hohe Anzahl von Kundenanfragen, die kaum bedient werden konnten.

Also haben wir uns entschlossen, Quereinsteiger einzustellen und selbst für eine adäquate Qualifizierung zu sorgen. Jede(r) der eine Begeisterung für Computer und Programmierung erkennen ließ, bekam die einmalige Chance, bei uns die Programmiersprache ABAP zu lernen. Mein ausgeklügeltes Schulungsprogramm wurde bei jeder weiteren Einstellungsrunde verfeinert und (wie ich meine) von außergewöhnlichem Erfolg gekrönt.

Unsere Kunden hatten schnell erkannt, dass sie von uns sorgfältige, hoch qualifizierte und hoch motivierte ABAP Entwickler(innen) für ihre Projekte engagieren konnten.
Mein eigenes Engagement in diesen Jahren mündete konsequenterweise in einer Beteiligung am Unternehmen.

Verraten Sie uns etwas mehr zur Entstehungsgeschichte der Softway Aktiengesellschaft. Wie ist das Unternehmen entstanden?

Zum Ende des letzten Jahrtausends begannen wir die Firmen Softway GmbH und die beiden anderen, zwischenzeitlich gegründeten Firmen, Softway Training GmbH und Softway Produkte GmbH unter dem Dach der Softway AG zu vereinen.

Wir wollten unser kontinuierliches Wachstum fortsetzen und das Wir-Gefühl stärken. Zudem begeisterte mich – aus eigener Erfahrung - vor allem die Möglichkeit, Mitarbeiter(innen) am Unternehmen(serfolg) auf einfache Weise beteiligen zu können. Eine weitere Zielsetzung war es, eine Führungsstruktur zu etablieren. Damit einhergehend wurden Zuständigkeiten, Verantwortungsbereiche und Entscheidungsbefugnisse auf mehrere Personen verteilt.

Was möchten Sie der Softway AG noch mit auf den Weg geben?

Für die Zukunft wünsche ich der Softway AG vor allem zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Wohl der Mitarbeitenden sollte immer die Priorität 1 haben! Der Erfolg kommt dann von selbst.

Ute Veiland – Witwe von Stefan Veiland (langjähriger Vorstand der Softway AG) und heutige Aktionärin

Frau Veiland, lassen Sie uns auf die Anfänge Ihres Mannes bei Softway blicken. Wie würden Sie den Start von Herrn Veiland bei Softway beschreiben?

Stefan hat 1998 als Entwickler bei Softway angefangen und konnte von da an die für ihn neue Welt rund um SAP® kennenlernen. In den ersten Jahren seiner Tätigkeit bei Softway arbeitete Stefan in zahlreichen Kundenprojekten weltweit und sammelte Erfahrungen als Entwickler. 2003 kam dann mehr Verantwortung auf meinen Mann zu.

Sie sprechen die neue Rolle Ihres Mannes im Unternehmen an. 2003 übernimmt Herr Veiland als Vorstand die Verantwortung über die Softway AG. Wie haben Sie diese Zeit erlebt?

Zum Zeitpunkt der Entscheidung, als Vorstand der Softway AG zu agieren, war die wirtschaftliche Situation durchaus angespannt. Stefan entschied sich aber für das Amt als Vorstand, da er, insbesondere in dieser herausfordernden Zeit, die Führung des Unternehmens mitgestalten und auch soziale Verantwortung übernehmen wollte. Unter Stefans Führung schaffte die Softway AG schließlich die Kehrtwende und konnte sich aus der wirtschaftlich bedrohlichen Situation befreien.

Während der Amtszeit von Herrn Veiland konnte sich die Softway AG in vielen Bereichen weiterentwickeln. Welche Vision verfolgte Ihr Mann seit seiner Berufung zum Vorstand?

Um am Markt zu bestehen und den Unternehmenswert zu steigern hat Stefan erkannt, dass das Unternehmen etwas Eigenes schaffen muss, das entsprechend vermarktet werden kann. Diesen Schritt ist das Unternehmen mit eigenen Produkten wie SSP Forms oder SSP MSC auch gegangen. Gleichzeitig war mein Mann immer darum bemüht, Kontakte in andere Unternehmen zu knüpfen und zu pflegen. Die logische Konsequenz daraus war zum einen die Teilnahme an Events der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) und zum anderen der Aufbau eines eigenen Vertriebsteams.

Bis heute verfolgen wir diese Vision mit der Teilnahme an den jährlichen Events der DSAG. Legendär sind auch einige Auftritte Ihres Mannes im Rahmen unserer Partnervorträge auf verschiedenen DSAG Jahreskongressen. Wir denken beispielsweise gerne an die „Liveschaltung zur ISS“ 2018 zurück. Herr Veiland war immer für einen Spaß bereit. Wie würden Sie seinen Führungsstil beschreiben?

Stefan zeichnete sich durch seinen freundschaftlichen und familiären Führungsstil aus. Es war ihm ein Bedürfnis, dass es allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern immer gut geht – und das sowohl beruflich als auch privat. Für Sorgen oder sonstige Anliegen hatte er immer ein offenes Ohr und war immer damit beschäftigt, nach Lösungen für Probleme zu suchen.

Für ihn war die Softway AG eine große Familie, der es gut gehen sollte. Es war ihm wichtig, nicht der strenge Chef zu sein, sondern ein Umfeld zu schaffen, in dem sich Menschen wohlfühlen und gerne arbeiten. Jede Kollegin und jeder Kollege erhielt von ihm den notwendigen Respekt und mein Mann zeigte immer Verständnis für private oder berufliche Probleme.

Und wenn es doch einmal jemanden zu einem anderen Unternehmen verschlug, machte er klar, dass die Tür für eine Rückkehr zur Softway AG immer offenstehe – wie bei einer Familie üblich.

Vielen Dank für diesen Einblick. Was würden Sie der Softway AG noch mit auf den Weg geben?

Ich wünsche der Firma weiterhin viele Erfolge und Gewinne. Das Unternehmen soll in der Welt bekannter werden und viele Kunden akquirieren. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass die Softway AG ihren Weg und ihre Ziele beibehält und weiterhin wie eine Familie ist, in der sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wohlfühlen und es allen – dienstlich als auch privat sowohl finanziell und gesundheitlich – gut geht. Ich bin zuversichtlich, dass alle Schwierigkeiten und Stolpersteine aus der Welt geschafft werden können. Abschließend wünsche ich der Softway AG alles Gute für die Zukunft und dass der Geist von Stefan in seinem „Baby“ weiterlebt und auch weitergelebt wird.

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